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Vita

Birgit Kelle wurde am 31. Januar 1975 im siebenbürgischen Heltau (Rumänien) geboren. Als Neunjährige siedelte sie mit ihrer deutschstämmigen Familie in die Bundesrepublik über. Sie studierte Rechtswissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Nach der juristischen Zwischenprüfung sattelte sie beruflich um und absoliverte bei der Wochenzeitung eines regionalen Verlagshauses in Freiburg ein Volontariat zur Redakteurin.


Eine Redakteursanstellung beim Radio Syndicator FM Radio Network in Augsburg unterbrach sie, als sie mit ihrer ersten Tochter schwanger wurde. Erst im Jahr 2005 nahm sie ihre publizistische Tätigkeit wieder auf. Anlässlich des katholischen Weltjugendtages gründete die damals evangelische Birgit Kelle die christliche Monatszeitung VERS 1 (bezogen auf das Johannes-Evangelium „Im Anfang war das Wort…) mit einer Startauflage von 120.000 Exemplaren, die sich explizit an Christen beider Konfessionen wandte. Ihre Beweggründe fasste sie so zusammen: „Es wird höchste Zeit, dass wir Christen uns auf das besinnen, was uns verbindet, statt ständig über die Dinge zu lamentieren, die uns heute noch trennen.“ 


Als im Jahr 2006 der Musiksender MTV die Cartoonserie "Popetown" in Deutschland ausstrahlte, in der das Oberhaupt der katholischen Kirche lächerlich gemacht werden sollte, organisierte Birgit Kelle eine breite Protestwelle und rief zum Boykott von Werbepartnern des Senders auf. In Briefen, Mails und Unterschriftensammlungen machten rund 50.000 Bürger ihrem Unmut Luft.


Mit der gesellschaftlichen Debatte um Frauenquote und Betreuungsgeld wurde Birgit Kelle endgültig einer breiten Öffentlichkeit als Vorkämpferin für ein neues Frauen- und Familienbild bekannt. Kelle lehnt die Einführung gesetzlicher Frauenquoten ab und stritt für die Einführung des Betreuungsgeldes u. a. in zahlreichen Fernsehsendungen, darunter bei Illner, Beckmann, Maischberger und dem ARD-Presseclub. Als im Jahr 2013 in einem Artikel des Magazins „Stern“ der FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle des Sexismus bezichtigt wurde, gab es innerhalb kürzester Zeit eine #aufschrei-Kampagne im Internet. Birgit Kelle wandte sich gegen die pauschale Betrachtung von Männern als Täter und Frauen als Opfer. Im Internet-Debattenmagazin „The European“ verfasste sie einen Text mit dem Titel „Dann mach doch die Bluse zu“, der von den Blogs kath.net und Frei Welt nachgedruckt und bis heute annähernd 200.000 Mal geteilt wurde. Mediendienste bezeichneten den Beitrag, der zum meistgeteilten Internet-Beitrag des Jahres avancierte als „Social Media Phänomen des Jahres“. Als sie sich in der ARD-Sendung „Hart aber fair“ gegen die steuerrechtliche Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der traditionellen Ehe aussprach, wurde sie in der Folgezeit öffentlich erheblich angefeindet, beleidigt und bedroht, erhielt allerdings auch großen Zuspruch aus der Bevölkerung. 


Ihr erstes Buch, das den Titel des vielgelesenen Beitrags „Dann mach doch die Bluse zu“ trägt und Ende August 2013 erscheinen ist, fasst Kelles Überzeugungen zusammen. Der traditionelle Feminismus hat ausgedient, sagt sie. Nachdem Frauen über Jahrzehnte darum gekämpft haben, nicht mehr von Männern vorgeschrieben zu bekommen, wie sie zu leben haben, will sie nicht hinnehmen, dass Berufs-Feministinnen und Politikerinnen nur die Rolle übernehmen, der Masse der Frauen einen bestimmten Lebensstil vorzuschreiben.


Birgit Kelle ist Vorsitzende des Vereins „Frau 2000plus e.V“ und einzige Deutsche im Board der „New Women for Europe“ (NWFE), eines europaweiten Zusammenschlusses von Frauen- und Familienverbänden. Sie ist außerdem stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbandes Familienarbeit e. V. und Sprecherin des Bündnisses "Rettet die Familie"


In der Debatte um das Betreuungsgeld trat sie auf Einladung der CSU 2012 als Sachverständige vor dem Familienausschuss des Deutschen Bundestages auf. 


Sie ist regelmäßige Kolumnistin beim Debattenportal „The European“, veröffentlich auch hin und wieder Artikel in den Blogs kath.net und Freie Welt. Beiträge hat sie u. a. für „Die Welt“, „Focus“, „Brand Eins“ und die „Junge Freiheit“ verfasst.


Birgit Kelle ist verheiratet, hat vier Kinder und tritt häufig bei Veranstaltungen als Rednerin oder Diskussionspartnerin auf.  Sie ist Mitglied der CDU und konvertierte 2011 zur katholischen Kirche.


Im November 2013 wurde ihr der Gerhard-Löwenthal-Preis 2013 für Journalisten verliehen.